Bauhaus Form and Function Lab

Bauhaus-Univeristät Weimar

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BauhausUniVisor Render by Christopher Kopic

Render von Christopher Kopic


Gemeinschaftsressourcen für COVID-19

Während die Menschen in der Welt zusammenstehen, um gemeinsam die beispiellosen Herausforderungen der COVID-19-Pandemie zu bewältigen, arbeitet das Team des Bauhaus Form + Function Lab mit Partnern und Kollaborateuren in der Region und in ganz Europa zusammen, um relevante Entwürfe für persönliche Hygienematerialien und Hilfsmittel zu entwickeln, auszutauschen und zu optimieren. Ziel ist die Schaffung von Produktionsressourcen, die weltweit und dezentral mit weit verfügbaren Standardwerkzeugen und Verfahren, z.B. in Prototyping-Laboren, FabLabs, Makerspaces und privaten Werkstätten, zur Herstellung genutzt werden können.

Das Kleingedruckte vorab: Wir fordern nachdrücklich alle dazu auf, die von Behörden, Betrieben und Mitmenschen empfohlenen Hygienemaßnahmen strengstens einzuhalten. Obwohl die unten aufgeführten Entwürfe mit bestem Wissen und Gewissen weitergegeben werden, garantieren das BFFL und die Bauhaus-Universität Weimar nicht die Gebrauchstauglichkeit, Marktgängigkeit oder Eignung für einen bestimmten Zweck und übernehmen keine Haftung, die sich aus ihrer Herstellung oder Verwendung ergibt. Insbesondere stellen die Entwürfe als Studien zur individuellen Erprobung der Fabrikation explizit keine Medizinprodukte dar. Jegliche Nutzung oder sonstiger Gebrauch erfolgt auf eigene Gefahr durch die Nutzer. Bitte beraten Sie sich vor Beginn der Produktion und der Verteilung von Material auch mit den örtlichen Behörden und Institutionen. Bitte beachten Sie, dass die untenstehenden Designs unter verschiedenen Open-Source Lizenzen urheberrechtlich geschützt sind und nur unter den jeweiligen Lizenzbedingungen verbreitet und hergestellt werden dürfen. Bitte teilen sie die hier verlinkten Ressourcen gerne auch mit Partnern und Einrichtungen die über entsprechende Produktionsmittel verfügen.

BauhausUniVisor

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One material. One process. One minute.

Dieses Visier wurde von Prof. Andreas Mühlenberend und Vertr.-Prof. Jason Reizner gemeinsam entwickelt und besteht aus zwei (bzw. drei) Kunststoffteilen, die aus einem einzigen Material (transparenter 0,5 mm PET- oder PETG-Film) mit dem Lasercutter hergestellt werden können. Als universelles Design („one size fits all“) kommt es ohne Teile aus dem 3D-Drucker oder zusätzliche Gummibänder aus. Der Produktionsdurchsatz ist im Vergleich zum 3D-Druck wesentlich höher und gewährleistet eine maximale Ausnutzung des Materials: Acht Visiere können aus einer 1000x600mm großen PETG-Folie in weniger als fünf Minuten geschnitten werden. Darüber hinaus ist der Entwurf prinzipiell auch für die Produktion in Roll-to-Roll Prozessen geeignet. Vorläufige Tests zeigen, dass PETG gegen Desinfektionsmittel wie Isopropylalkohol, quaternäre Ammoniumverbindungen und Wasserstoffperoxidlösung beständig ist. Vielen Dank an Kristian Gohlke und Darko Velazquez für ihre unschätzbare Hilfe in der Weiterentwicklung, Prozessoptimierung und Kommunikation.


Produktionsdateien: BauhausUniVisor
Montageanleitung: BauhausUniVisor

Creative Commons License
Dieses Design ist unter der Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International License lizenziert.

Produktionsalternative: 3DVerkstan-Visier

Dieses Visier eignet sich für die lokale Produktion wenn kein Lasercutter für PETG Material zur Verfügung steht. Das Design kann so optimiert werden, dass es in weniger als 40 Minuten (Prusa MK3 mit 0,4mm Nozzle) oder in 25 Minuten (Prusa MK3 mit 0,8mm Nozzle) gedruckt werden kann und nur 16g Filament pro Stück benötigt. Wir haben im 3D-Druck mit PETG gute Ergebnisse erzielt. Bei Bedarf kann auch mit PLA oder ABS gedruckt werden. Die Frontblende kann – auch manuell – aus verschiedenen Materialien hergestellt werden, unter anderem auch aus handelsüblichen DIN A4-Klarsichtfolien.

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Produktionsdateien: 3DVerkstan Visor

Produktionsalternative: Prusa RC1/2/3 Visier

Dieses Visier besteht aus zwei 3D-gedruckten Rahmenteilen und einem lasergeschnittenen PETG-Schild. Das robuste Design hat eine vorläufige Zulassung für die medizinische Verwendung in der Tschechischen Republik, ist aber ressourcenintensiver in der Herstellung, da die Druckzeit etwa drei Stunden beträgt (Prusa MK3, 0,4mm Nozzle) und rund 60 Gramm PETG-Filament pro Einheit benötigt werden. Mehrere Visierteile sind auf dem Druckbett in Stapeln produzierbar und benötigen dadurch in der Herstellung weniger manuelle Eingriffe als beim Einzeldruck.

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Produktionsdateien: Prusa RC1/2/3 Visier

WHO-Formel für Händedesinfektionsmittel

Diese Formel kann unter Verwendung von Isopropylalkohol oder Ethanol, Wasserstoffperoxid und Glycerin hergestellt werden. Die Mitarbeiter des BFFL verwenden dieses Händedesinfektionsmittel seit mehreren Wochen täglich.

Produktionsdateien: WHO-Händedesinfektionsmittel

Kontakt

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